das sind wir
Playlist ACE

Irgendwann zwischen Mitternacht und dem frühen, grauen Morgen. Es war kalt, schweinekalt, mitten im Vietnamkrieg. Ace, mit bürgerlichem Namen Stefan Doll, erblickte im hohen Norden das Licht der Welt. Er fühlte schnell, dass er ins Rheinland muss, schon damals redete er offenbar zu viel. Anstatt zu reden, trinken sie da oben nämlich Jever, essen Fisch und rennen mit kratzigen Wollmützen und 10-Tage-Bart rum.

Aber zurück zu unserem Mitstreiter: Musik und die Kreation von irgendeinem Quatsch waren jahrelang die einzigen Dinge, die ihn wirklich interessierten und zudem hier erwähnt werden können, ohne dem Leser die Schamesröte ins Gesicht zu treiben.

Blödsinn ausdenken, künstlerische und schaffende Freiheit, das liebte und liebt er wirklich. Er spielte in Rock n‘ Roll-Bands, studierte so herum, mal ernst, mal nicht so ernst. Da aber jeder auch mal etwas essen muss, wurde ein Job irgendwann unumgänglich. So kam es, dass er, beinahe zufällig, bis zum Hals in die digitale Wirtschaft und die analoge Nahrungsaufnahme eintauchte. Er arbeitete in einigen sehr großen Agenturen, um Leuten mit Hilfe von Kreation und Algorithmen zu erklären, was sie denn kaufen sollen … widerlich.

Die ganze Zeit spürte er aber dieses unbändige Gefühl in sich. Diese Lust, es heraus zu schreien und verzweifelt an den Konzerntoren der Weltwirtschaft zu rütteln, um zu fragen: „Was soll der Scheiss eigentlich? Und wieso brauche ich diese blöden, teuren Armbanduhren?“